Montag, 31. Dezember 2012

Schicksalsjahr 2013 - Irgendwas kommt

Die Zeit der Jahresrückblicke ist ja nun in ein paar Tagen vorbei, und eines der Ereignisse, welche sich in das Gedächtnis der Menschheit einbrennen werden, ist der Nicht-Weltuntergang.
Konnte auch überhaupt nicht stattfinden, weil das Jahr der Schlange noch nicht dran war.

Das ist nämlich ein wichtiges Jahr mit großen Ereignissen in der  -->> Chinesischen bzw. buddhistischen Astrologie.
Warum ?
Na, da wurde ich geboren....  :-)

Das Neue Jahr fängt je nach buddhistischer Glaubensvariation Ende Januar bis Anfang März an, also in verschiedenen Ländern auch unterschiedlich.
Silvester in der Mongolei wird am 10.02. sein.

Und wie ich heute aus berufenem Munde erfuhr, wird das Jahr 2013  ein ganz Bedeutendes, weil irgendwas ganz Wichtiges passieren wird. Wieso das feststeht ?

Nun, die Astrologen haben in den Schlangen-Jahren der Epochen einschneidende Ereignisse der Menschheit festgestellt, wie zum Beispiel:

1905
Russische Revolution und Erdbeben in Indien mit 19.000 Toten und Italien mit 2.500 Toten

1917
Schon wieder Russische Revolution,
USA tritt in den Weltkrieg ein,
Erdben auf Bali mit 15.000 Toten
Der Sprengstofffrachter „Mont Blanc“ explodiert im Hafen Halifax (Kanada). 2.000 Tote, über 2.000 Vermisste, 9.000 Verletzte und 25.000 Obdachlose und somit die größte und verheerendste menschengemachte Explosion vor dem Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima;

1929
Schwarzer Donnerstag/Freitag an der New Yorker Börse - Beginn der Weltwirtschaftskrise,           Erdbeben im Iran mit 3.300 Toten

1941
Angriff auf die Sowjetunion

1953
Stalin stirbt, Aufstand in der DDR

1965
In der BRD stürzen 26 Starfighter ab
Ein Wirbelsturm in Pakistan fordert ca. 30.000 Menschenleben.

1977
Die RAF tötet Buback, Schleyer und Ponto, Die LH-Maschine "Landshut " wird nach Mogadischu entführt, Elvis Presley stirbt.
Erdbeben in Rumänien, über 1.500 Tote
Zusammenstoß zweier Boeing 747 in der Flugzeugkatastrophe von Teneriffa. Bei diesem schwersten Unglück in der Luftfahrtgeschichte kommen 583 Menschen ums Leben.

1989
Massaker auf dem Pekinger Tian-anmen-Platz ,
Berliner Mauer fällt,
Der Ostblock fällt auseinander

2001
Twin-Towers in New York fallen,
USA beginn in Afghanistan mit der Aktion "Enduring Freedom" mit deutscher Beteiligung
mehrere Erdbeben in El Salvador, über 1.000 Tote.
Erdbeben in Indien, ca. 20.000 Tote.

So, und nun 2013 ........  schaun wir mal ..... vor Allem aber trotzdem optimistisch !

Ich wünsche allen Lesern, daß wir am Ende dieses neuen Jahres gemeinsam feststellen werden, daß es normaler nicht hätte sein können, und es jedem Einzelnen kleine bis große Glücksmomente brachte !

Danke für`s Mitlesen und das Interesse !

In rund 6 Stunden isses dann soweit, ich werde berichten ! ;-)

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Noch mal Zahlenspielerei und Verkehr

Ich hatte ja -->> HIER <<-- schon mal was über die Zahlen-Verliebtheit der Mongolen geschrieben.
Gestern nun sah ich ein leibhaftiges Beispiel dafür mitten im laufenden Verkehr:










Handy-Nummer aus der "Reichen-Liste 9911", dazu noch die niedrige Endzahl 0021 und auch noch parallel das Autokennzeichen.
Der gute Mann will Beides zusammen verkaufen, wie dem Aufkleber zu entnehmen ist.
Ich schätze mal, daß da so 15.000 bis 20.000 Euronen zu löhnen wären. (Hätte ja anrufen können, aber wozu .... ) ;-)

Apropos Geld:
Eine Firma hat vor ihrer Werkstatt das übergroße Symbol Ihrer Tätigkeit aufgestellt:
Ein Stoßdämpfer, so runde 4 Meter hoch.
Bei gerade mal 3000 km halbwegs befestigter Straße und den unzähligen Schlaglöchern in Bitumen und Beton eine nie versiegende Einnahmequelle.
Wie mir ein Insider sagte, gibt es im Lande kein Federnwerk, alles wird importiert.
Also, liebe Leser, wer hat dafür Geld und wagt es ? Konkurrenz gibt es (noch) nicht.

Interessant ist übrigens, daß ein Großteil der Autowerkstätten mit dem Zusatz "Vietnam" versehen sind.
Meine neugierige Frage, warum das so sei, wurde so beantwortet:
Da arbeiten wirklich Vietnamesen, und die sind als absolut clevere Autoschlosser viel besser als die eigenen Monteure.
Also nix mit "Asia-Imbiß" und diversen Läden, wie in Europa.



Dienstag, 25. Dezember 2012

Das Fest des Lichtes

Ja, das Fest des Lichtes wird Weihnachten auch genannt, und man begreift die Bedeutung erst so richtig, wenn es gerade eben am Heilgabend mal kein Licht gibt.

Da haben wir uns also in der Verwandtschaft versammelt, um vollkommen untypisch für den normalen Mongolen, Heiligabend mit Bescherung zu feiern......der Deutsche setzt halt auch ab und zu mal was durch.
Alle Aufgaben waren vorher verteilt, wer was zu besorgen hatte und so weiter.
Das Dumme war nur, daß wir gegen 18:30 Uhr plötzlich und unerwartet (wie eigentlich immer in diesen Fällen) im Dunkeln saßen.
Ein rascher Blick aus dem Fenster zeigte, daß es uns nicht alleine so ging, aber trotzdem in ein paar Fenstern in der Nachbarschaft Licht zu sehen war.
Seltsam also, das Ganze, und ein Anruf bei den städtischen Elektrikern brachte die Information, dass eine Phase des Stromnetzes irgendwie ausgefallen war, und wir hingen halt an der Falschen.

Aber keine Sorge, bis 21:00 Uhr kriegen sie das wieder hin, hörte man am Telefon.
Bloß blöd, daß ausgerechnet der leckere Braten in der Röhre noch unfertig vor sich hin brutzelte, die nun ausgerechnet ihres Stromes beraubt war.
Letztendlich speisten wir dann den Kartoffelsalat ohne die Fleischbeilage, sangen mangels TV und sonstigen Medien selber ein paar Weihnachtslieder und harrten der Dinge, die in Form des elektrischen Stromes irgendwann kommen sollten.
Und so sieht das dann im trüben Funzel-Licht der Videokamera aus: Dunkler Bildschirm, Baum ohne Beleuchtung, aber tolle Stimmung mit Kerzen. 


Daß aus der angekündigten Zeit der Stromeinschaltung dann 22:30 Uhr wurde, nahmen wir als normal hin, und die Rückkehr des Lichtes war dann auch eine gewisse Sonder-Bescherung. Auch das Fleisch war dann auch noch irgendwann auf den Tellern und schmeckte vorzüglich.

Allen Lesern noch ein schönes Rest-Weihnachtsfest ! 

Freitag, 21. Dezember 2012

Hurra, ich lebe noch ......

...... und es war gaaar nix los zum Weltuntergang ...... Bloß auf unserer Baustelle sind weniger Leute da, sie sind aus Angst zu Hause geblieben.
Der Kindergarten des Sohnes meines Dolmetschers arbeitet heute wegen Weltuntergang auch nicht.
Ersatzweise wurde nun der Beginn der dreitägigen Verdunkelung der Welt auf 14:00 Uhr festgelegt, aber der Termin ist auch gerade vorbei.
Wieder nüscht ....

Inzwischen geht es verbal den selbsternannten Experten im Radio und bei Facebook an den Kragen, die sich vorab zu den kommenden Ereignissen in allen Medien ausließen.
Die Chefin von "Oriflame Sweden" in der Mongolei muß sich besonderen Hohn und Spott gefallen lasse, da sie besonders aktiv war.

Aber irgendwie ist doch manches anders in Ulaanbaatar, wenn man sich die Bilder mal genau anschaut.......
Ob`s der Weltuntergangs-Effekt ist ????


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Markus Lanz in der Mongolei - Der Verriß


Oje, da hatte ich mich gefreut auf den Lanz und die Ankündigung der ZDF-Reportage neulich hier reingestellt.....
Heute früh lese ich ein vernichtendes Urteil über das heute Kommende:

Sonntag, 16. Dezember 2012

3. Advent

Da war ich nun heute mal unterwegs, um eventuell doch noch einen Weihnachtsbaum zu ergattern.
Aaaaber:
Niemals nicht aus diesen Angeboten !
Ich laß mich doch nicht von den Chinesen veralbern ................

Freitag, 14. Dezember 2012

Ein paar Winterbilder

Habe mal rumgekramt und was Passendes zur Jahreszeit gefunden, wobei die Fotos zugegebenermaßen teilweise aus der letzten Eiszeit stammen :



Freitag, 7. Dezember 2012

Das wichtigste Verkehrsmittel

Neeeeiin, nicht das Pferd.
Das wichtigste Verkehrsmittel in der mongolischen Hauptstadt ist..............die Hupe.
Sie macht den Status des Fahrers aus, dagegen kann selbst der Landcruiser oder der Hummer nicht punkten.

Montag, 3. Dezember 2012

Pleiten,Pech und Pannen, nach 50 Jahren

Da liest sich in den heutigen Internet-Nachrichten eine Meldung wie folgt:
Die mongolisch-deutsche Zusammenarbeit begann 1962. Damals beschloss die DDR mit der Mongolei die Untersuchung von Goldvorkommen in den Gebieten von Boroo und Bayankhongor (Zentral-Mongolei). Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990/91 übernahm die BGR dann die fachliche Federführung für die von den DDR-Geologen begonnenen Arbeiten.
Die Quelle ist -->>HIER

Was da nicht geschrieben steht:
Das vereinigte Deutschland hat ab 1990 seine excellente Rolle gegenüber der Mongolei verspielt.
Was als gemeinsames Projekt zur Ausbeutung der Goldvorkommen begann,  hat die gesamtdeutsche Regierung ohne Not beendet und der Mongolei zurückgegeben.
Die wiederum hat die Förderrechte verkauft, und zwar an Kanadier.
Und genau in dieser Grube war 2011 die Frau Merkel, und hat sich angeschaut, was da so läuft.

Es ist traurig für Deutschland, die Frau Merkel dürfte eigentlich peinlich berührt sein, weil:
1. Sie aufgegebenes deutsches Eigentum besichtigte.
2. Es anscheinend Berater gab, die ihr ausgerechnet die Besichtigung ehemals deutschen Mit-Eigentums empfahlen.  

Samstag, 1. Dezember 2012

Namen sind (manchmal auch) Schall und Rauch

.........oder sie sind "Ausweis", "Welpe", "Tasse", oder "Maschinengewehr" ...........
Was das soll ?
Ganz einfach, das sind die Übersetzungen mongolischer Namen !

Donnerstag, 29. November 2012

digitales Mongolien

Da hat also ein deutsches Unternehmen das Rennen gemacht im Wettbewerb um den Personalausweis der Mongolei.
Das kann man -->> HIER nachlesen
Ja, toll, die gesamte Mongolei ist begeistert.
Problem ( natürlich ein ganz winziges, nebensächliches) ist derzeit, daß der Staat zwar Personalausweise, aber keine Führerscheine ausgibt.
Ursache:
Weiß keiner so genau, man munkelt von irgendwelchen Farben, welche zum Drucken nötig wären, aber nicht vorhanden sind.
Konsequenzen:
- Die Frau meines Dolmetschers hat im Sommer die Fahrprüfungen bestanden, darf aber immer noch nicht fahren, weil ............... Jaaa, sie hat keinen Führerschein, weil ..............
- Und für mich:
Jaaaa, mein EU-Führerschein zählt nicht, und der Internationale ist derzeit halt abgelaufen..... Ich kann aber problemlos einen mongolischen Führerschein kriegen, gegen Eintausch meines Internationalen.
............Aaaaaber: Es werden halt derzeit keine Führerscheine gedruckt, weil ...................

Mpemba Effect

Heute früh:
-33,5 °C auf der nach unten offenen Frost-Skala.
 Wir haben also mal das Knacken der 30er-Marke mit einem kleinen Heißwasser-Salut gefeiert:

video
Fast kochendes Wasser "zerplatzt" und fällt als Nebel mit Eisstücken zu Boden.
Die Wikipedia und Youtube wissen und zeigen dazu noch mehr, falls es interessiert:
-->> Youtube
-->> Wikipedia


Mittwoch, 28. November 2012

Nationaler Stolz

Daß die Mongolen eine stolze Nation sind, ist Fakt.
Ist ja auch kein Wunder, als einstmalige Beherrscher der halben Welt.......

Was mir z.B. gefällt, sind solche Details dieses Stolzes, wie man sie bei Youtube findet.
Da gibt es eben die (für mich sehr schöne) Nationalhymne in einer Fassung mit den bekanntesten Künstlern des Landes: 

und als Kopie das Ganze mit Kindern:

Sicher, über Geschmack läßt sich streiten, aber ich stelle mir gerade das Deutschlandlied in diesem Stil vor ........
Ebenso ist es normal, daß die Heimat immer wieder neu besungen wird, das ist für die Künstler sowohl Verpflichtung als auch große Ehre.

Die Rock-Gruppe "Hurd" z.B. komponierte das Lied "Heimatland" bzw. "Vaterland", und immer wieder neu bebildert stellen dieses wunderschöne Lied die Leute online:

Welche deutsche Rockgruppe huldigt eigentlich dem eigenen Land ? (OK, die "Prinzen" haben es mal getan...)

Mich beschleichen seltsame Gefühle, wenn ich die immerwährende Diskussionen der Deutschen verfolge, ob es schlimm sei, Nationalstolz zu haben, und wenn ja, warum das nicht sein darf.
Mir als Deutschem begegnet man jedenfalls immer mit Hochachtung und zeigt Bewunderung für das Land.
Und da bin ich stolz drauf und freue mich.
Auch wenn das irgend jemand politisch nicht korrekt finden sollte.
Allerdings: Ein bißchen neidisch auf andere Nationen bin ich dann auch, die das so einfach zeigen dürfen.

Montag, 26. November 2012

Ski Heil, Mongolei

Am Wochenende wurde die Saison im  Ski-Resort unweit der Hauptstadt feierlich eröffnet.
Das Projekt hatte anfangs viel Spötter, man rechnete nicht damit, daß die Mongolen sowas annehmen würden.
Sind sie doch eher keine Skifahrer-Nation.
Allerdings hat sich da Angebot etabliert, und alle, die entweder oder reich, schön, wichtig sind, bzw. sich dafür halten, gehen dort zum Schaulaufen.
Bilder davon gibt`s -->> Hier eine ganze Menge <<--
Naja, schneesicher ist das Ganze, denn heute früh waren -26 Grad, also Angst vor Tauwetter haben die Betreiber gewiß nicht .......... ;-)

Freitag, 23. November 2012

Nachts halb zwölf ist es mittlerweile..

...und im TV läuft seit Stunden eine Diskussion zwischen zwei Politikern:
Der Eine hat vor ein paar Jahren als extrem junger Abgeordneter die Verträge zu "Oyu Tolgoi" mit den Ausländern unterzeichnet,
der Andere ist heute in der Regierungsverantwortung und verurteilt das Geschehene in Bausch und Bogen.
Gleichzeitig wirbt er für Gesetzesänderungen, die aber wiederum potentielle Investoren wegen der unsicheren Gesetzeslage abschrecken könnten.

Das ganze Dilemma wird zufälligerweise gerade heute von der "Neuen Zürcher Zeitung" nach meiner Meinung sehr sachlich und fundiert beschrieben:
-->> Und zwar HIER <<--
Ich hoffe ständig, daß es was Gutes für die Masse des Volkes bringt, was da in den oberen Etagen ausgehandelt wird.
Leider war es in den letzten Jahren nicht so.  

Keine Bange, es dauert nicht mehr lange.......

.......noch nicht mal mehr vier Wochen, dann kommt der Weltuntergang ..........
Auf der -->> Weltuntergangs-Homepage <<-- kann man ja den Countdown sekündlich mitverfolgen.

Da die Diskussionen ja zwangsläufig zunehmen (ist ja auch nicht mehr viel Zeit, alle Gedanken loszuwerden), hier also der Bericht aus meinem Umfeld zur Lage und zur Vorbereitung in Zentralasien:

Sonntag, 18. November 2012

Ergänzung bei den Link-Favoriten

Auf meiner Seite -->> Link-Favoriten <<-- geht`s jetzt auch zum "Ostnomaden" nach Moskau,
wer gleich dahin will, der kann  -->> HIER auf direktem Wege <<-- abbiegen.

Samstag, 17. November 2012

Zahlenspielereien als Kapitalanlage

Im Buddhismus haben Zahlen eine besondere Bedeutung, sagt man mir.
Deshalb lieben die Mongolen auch die Spielerei mit ihnen.
So wie in anderen Kulturkreisen auch gibt es halt Glückszahlen und Unglückszahlen.
Und das zu wissen und zu beachten, ist unglaublich wichtig im "wahren Leben".

Freitag, 16. November 2012

Lichterscheinung

Bereits auf der Fahrt zur Baustelle war es zu sehen:
Eine Licht-Erscheinung.
Da stand eine Art Regenbogen in all den bekannten Farben wie ein Lichtschwert zwischen Gebirge und Tal.
Und das bei Temperaturen von -25 Grad. Habe ich vorher nie gesehen, sowas.
Schade, daß die Kamera nicht die Feinheiten so erfassen kann, wie das menschliche Auge.



Jedenfalls war es ein schöner, aber schnell vergehender Anblick aus meinem Bürocontainer.
Die Neugier ließ mich nicht ruhen, wie sowas entsteht, und nun weiß ich inzwischen, was
 -->> Halo <<--
bzw.
 -->> Lichtsäule <<-- bedeuten.


Mittwoch, 14. November 2012

Fernsehtipp zur Vorweihnachtszeit

Am 20.12. zeigt das ZDF eine Winter-Reportage mit Markus Lanz, wie -->> HIER zu lesen ist.
Und -->> Sarah Fischer hat ihn begleitet.

Arbeitsfrei mit Disko

Heute bleiben die Mongolen zu Hause und feiern auf Weisung der Regierung.
Party ist angesagt ....warum ???? 
Na darum:

Dienstag, 13. November 2012

Für die Leser aus anderen Foren

Liebe Mitleser,

dank der verschiedenen Möglichkeiten, die dem Blogbetreiber eingeräumt werden, kann ich recht gut sehen, woher wieviele Leser kommen.
Da sag ich nun mal einfach so:

Auch die aus dem "Bunagrünen" dürfen sich gerne mit Fragen oder Meinungen beteiligen.

Hier beißt niemand .....  ;-))
Und großes "Dankeschön" für die Aufmerksamkeit, ich freue mich drüber.

Montag, 12. November 2012

Neue Woche ......die Härte und andere Absonderlichkeiten

Mein russischsprachiger Fernsehsender "Aist Mongolia" hat außer daß ich die Beiträge verstehe, noch einen anderen Vorteil: Er blendet ständig die Uhrzeit und die aktuelle Temperatur im Wechsel ein.
Und was mußte ich heute früh sehen ? 

Freitag, 9. November 2012

Link-Ergänzung

Ich habe mal eine illustrierte Beschreibung der mongolischen Küche auf dieser Seite -->> Leib und Magen <<-- eingefügt, die ich gerne hier oder dort bei Bedarf erkläre.
Viel Spaß und guten Hunger ! ;-)

Donnerstag, 8. November 2012

Meine zwei Seiten Koreas

Ich habe es ja berufsbedingt mit Vertretern beider koreanischen Länder zu tun, wenige aus dem Süden, dafür hochqualifiziert, dafür viel mehr aus dem Norden, meist einfache Arbeiter mit ihren Chefs.

Wind in der Wüste

Der Wind weht eigentlich immer im Lande, dazu scheint die Sonne an 250 Tagen und mehr.
Jetzt wird das Ganze (endlich) richtig nutzbar gemacht.
Die Japaner suchen Alternativen für den Atomausstieg,
die -->>Desertec Foundation<<-- erarbeitet Energiekonzepte für menschenleere Gegenden der Erde und das Ganze wird nun gebündelt für die Mongolei angepackt: 
-->> Clean Energy Asia LLC <<-- wurde gegründet.
Es boomt gewaltig im Land.

Montag, 5. November 2012

Was zum Hören

Eine interessante Reportage zu Land und Leuten hat der Bayrische Rundfunk gesendet.
Wer sich eine runde halbe Stunde lang Zeit nimmt, hört viel Stimmiges, und zwar, wenn man -->> HIER klickt <<--.

Donnerstag, 1. November 2012

Zum allerletzten Mal ..............

...........wird es wohl heute am Donnerstag über Null Grad warm sein.
Ab morgen geht`s bergab:
Zeit dafür, die Außenarbeiten zu beenden.
Geschafft haben wir nicht Alles, leider.
Und ab morgen ist dann sowas wie heute Abend endgültig vorbei:




Freitag, 26. Oktober 2012

Das Fußtreten und andere Besonderheiten

 Es gibt in diversen Foren und Webseiten über die Mongolei ein paar Verhaltensregeln im täglichen Leben.
Für Touristen üblich und bekannt:
- Nicht auf die Schwelle der Jurte treten
- Nicht zwischen den Stützpfeilern des Jurtenkranzes hindurchgehen
- Auch nicht unter der Leine durchgehen, an welcher die Pferde neben der Jurte angeseilt werden
- Keine Speise oder Getränke ablehnen, sondern zumindestens kosten.
- Geld und auch andere Gegenstände mit der rechten Hand geben / nehmen,
-Getränke und Geschenke nicht mit aufgekrempelten Ärmeln annehmen, mit der linken Hand das rechte Armgelenk beim Annehmen stützen.


Man hat aber auch ganz andere Regeln zu beachten, zum Beispiel diese:

Jedes Ding hat im Leben einen Platz, und den muß das Ding auch immer einnehmen.
Beziehungsweise muß man dem "Ding" diesen Platz geben, weil das sonst Unglück bringt.
Beispiele ?  Klar .......

- Ein Hut darf niemals auf der Erde liegen, noch nicht mal unter der Gürtellinie deponiert sein
- dafür darf eine Hose nicht höher aufgehängt sein, als die Gürtellinie
- Ein Knochen aus dem Sprunggelenk des Wolfs bringt Glück, man darf ihn aber nie höher tragen als er im Leben des Wolfes war.
Also eigentlich als Fußamulett oder maximal am Gürtel. Niemals am Halsband, denn das bringt Unglück.

Messer auf dem Tisch liegend sollen nicht mit der Spitze auf Jemanden zeigen, auch darf man ein Messer und andere spitze Werkzeuge nie mit der Spitze nach Vorne übergeben.
Das Sitzen an einem Tisch über Eck sollte auch unterbleiben, das ist auch nicht gut und solch einen Platz bekommt man auch nicht angeboten.

In der Natur ist es tunlichst zu unterlassen, wunderschöne Kieselsteine aus dem Flußbett zu entnehmen, und  wenn doch, dann muß man sie irgendwann wieder zurückbringen. Sonst werden die Erd- und Wassergeister böse. Falls die aber jemand Anders schon entnommen hat, ist das dann nicht so schlimm, dann hat der Verursacher das Problem, nicht der Besitzer
Auch dürfen nach dem Schneiden der Fuß- oder Fingernägel die Überreste nicht das Wasser (bzw. in die Abflüsse) gespült werden, daraus entstehen schädliche Würmer.

Und nun noch eine Quizfrage:
Falls sich mal jemand in der Mongolei bewegt und dann im Gedränge plötzlich von einem wildfremden Menschen die Hand gereicht bekommt, was hat das zu bedeuten ?
Vielleicht mag ja einer der Mitleser einen Lösungsvorschlag anbieten ?

Montag, 22. Oktober 2012

Saurierknochen

Mit was man Alles Geld verdienen kann, ist schon interessant:
-->> HIER schreibt der "SPIEGEL" dazu
-->>> und HIER die "WELT"

Vielleicht habe ich ja auch mal Glück und finde was, wir buddeln ja ziemlich intensiv rum ......... ;-)

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ein anderes Oktoberfest

Neee, das gab es schon, in diversen Kneipen wurde es zelebriert, mehr oder weniger angelehnt an das große Vorbild.

Viel größer war aber das heutige Fest am 17. Oktober:
Endlich wurde die neue Straßenbrücke über die Bahngleise dem Verkehr übergeben.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Noch eiskälter erwischt

Dienstag Morgen:
-15 Grad, wer hat da bloß die Türe aufgelassen in der Arktis ...............

Sonntag, 14. Oktober 2012

Ergänzung des "ganz normalen Wahnsinns"

Habe da mal was zum Lift ergänzt, einfach -->> HIER klicken --<< und weiterlesen.
Viel Spaß! :-)

Samstag, 13. Oktober 2012

Eiskalt erwischt

Da geht man an einem normalen sonnigen Arbeitstag mit 15 Grad plus ( in 1400 Metern Höhe gefühlt wie 20 Grad) nach Hause, und was folgt am Freitag in der Nacht ?
 -8 Grad, der Winter ist da, samt ersten Schneeflocken.
Tja, da heißt es jetzt auf's Tempo drücken, denn sonst ist Alles zu spät.


Schnell noch die letzten Fenster einbauen ist ganz wichtig. Wir haben es gerade noch so geschafft.
Denn:
Ein Bauwerk, welches bis zum 15. Oktober nicht komplett geschlossen ist, hat keinen Anspruch auf Bezug von Fernwärme !
Das heißt dann konkret, es wird erst weiter gebaut ab März / April nächsten Jahres und die Baustelle muß irgendwie über den Winter gebracht werden......

Die neue Stadtverwaltung von Ulaanbaatar geht (richtigerweise) sehr rabiat mit Schwarzbauten und unfertigen Bauten um. Wer keine Genehmigung hat, wird erstmal kaltgestellt, im wahrsten Sinne des Wortes.
Und da das auch die reichsten Investoren trifft, die sich in den letzten Jahren über alle Gesetze hinwegsetzten, ist das ein Hoffnungs-Schimmer im bisherigen Beziehungs-Sumpf der Reichen und Mächtigen.
 
Naja, und wir werden auf der Baustelle und im Kloster ein paar Räucherstäbchen und Butterlämpchen anzünden in der Hoffnung, daß wir bei warmem Wetter noch den Außenputz fertig kriegen. Denn nichts sieht unfertiger aus, als ein Haus ohne fertige Fassade. 


Dienstag, 9. Oktober 2012

Beruhigung

Manchmal braucht man etwas Besinnung, es gibt ja auch "Schlechte Tage", und heute war mal wieder so ein allgemeiner schlechter Dienstag, jedenfalls für mich...........na, egal. Es geht weiter.

In dem Falle macht es sich gut, der Морин хуур zu lauschen, der zweisaitigen Geige mit dem Pferdekopf (Man spricht das etwa so aus: "Moorin Chuuur").
Sie hat was, das beruhigt, versöhnt, heilt. Und sie ist Weltkulturerbe, -->> Wie hier zu lesen ist <<--

Die Spieler sind Berühmtheiten, werden sehr geachtet.
Neben den alten überlieferten Melodien gibt es auch sehr interessante Kompositionen in Verbindung mit neuzeitlichen Musikrichtungen.


Ein typisches Beispiel ist die Musik zum Film "Aravt", der eine Geschichte aus dem Mittelalter mit opulenten Bildern erzählt.
  Und für mich unvergessen wird sein, daß letztes Jahr 999 Musikanten jeden Alters auf diesem Instrument gemeinsam musizierten, das war Gänsehaut pur:

Die Proben zu den beiden großen Auftritten fanden irgendwo in der Steppe statt, davon hier eine weitere Aufnahme (was man unschwer erkennen kann, ist der vertonte Rhytmus der Pferdehufe )

Wer ein ganzes Konzert hören möchte, der kann hier eine knappe halbe Stunde lauschen:


 



Wie gesagt, es war heute mal wieder Zeit, innezuhalten.
Das geht mit sowas.
Zum Glück.

Link hinzugefügt

Unter den Link-Favoriten habe ich einen Chinesen "verewigt", weil ich mir immer wieder die Frage stelle: "Wie macht der das ?"


Montag, 8. Oktober 2012

Teure Autos

Die Aufnahmen auf -->> dieser mongolischen Seite <<-- wurden ausschließlich im Lande gemacht und zeigen, was so Alles auf vier Rädern unterwegs ist.
"Geiz ist geil" ist eher nicht die Devise, sondern "protzen, so gut man kann."

Samstag, 6. Oktober 2012

Gute und schlechte Tage

Die uralten Sitten und Gebräuche faszinieren immer wieder. Und verblüffeln durch immense Vielfalt.
So ist es eigentlich "normal", daß der Dienstag ein "schlechter" Tag ist.
Man geht an diesem Tag nicht zum Arzt, Friseur, beginnt keine Reise, eröffnet kein Konto, schließt keine Verträge.Und noch Vieles mehr sollte man am Dienstag tunlichst vermeiden.
Weil all das schlecht endet, was Dienstags beginnt.
Es soll schon Ausländer gegeben haben, welchen trotz des Rückflugtermins die Unterschrift unter irgendwelchen gemeinsamen Papieren verweigert wurde.

Am letzten Dienstag traute ich jedoch frühmorgens meinen Augen nicht:
Hochzeitsautos überall im Straßenverkehr !
Bunt geschmückt, in Kolonne, super Bild.


Weil:  Es war ein GUTER TAG!
In Englisch wird das --- >> HIER beschrieben <<---
Wow, 110 Hochzeiten im Hochzeitspalast, Boom-Zeit ist eben auf allen Gebieten in der Mongolei ......
Besonders lustig in der deutschen Übersetzung:
"Haarschnitt: Wenn Du heute zum Haareschneiden gehst, verlierst Du Charme und Schönheit".
Also doch kein "Rundum-Sorglos-Tag".
Und das möchte ich mal live verfolgen, wie man die Schönheit verliert .... ;-)

Das hatte natürlich (!!!) auch Konsequenzen für die Baustelle:
Wo sich unlängst (an einem ebenfalls guten Tag) noch das "Grund-Reis-Schnaps-Legungs-Konsortium" versammelte, 
wurde der Gold-Kopierpapier-Karton flugs wieder ausgegraben.



Dabei entfaltete sich ein herrlich verführerischer Wodka-Duft aus den damit getränkten Opfergaben.
Nach der exakten Kennzeichnung der Lage per Himmelsrichtung wurde die Kiste dann an einem sicheren Ort verwahrt.

Und weil es ja ein GUTER TAG war, fing sogleich das große Graben an, sodaß ruckzuck eine Baugrube vorhanden war.

Also, wenn das kein guter Start für Kommendes war !








Dienstag, 25. September 2012

Grundreis, Grundquark, Grundschnaps

Gestern am Montag tat sich plötzlich Großes auf der Baustelle.
Nachdem man einen Tisch und ein paar Stühle auf dem Gelände plaziert hatte, erschien das Management der Firma samt Personal sowie ein paar farbig gewandete Menschen.

Mittwoch, 19. September 2012

Seite ergänzt

SO, ich habe nun (endlich) mal damit begonnen, die vielen kleinen Widrigkeiten oder auch Kuriositäten des täglichen Lebens zu sammeln.
Man findet sie ab nun auf der Seite  "Der ganz normale Wahnsinn". (Bitte oben in der Übersicht klicken)

Dienstag, 18. September 2012

Mongolische Kinder-Mentalität ?

Gestern sprach auf der Bauberatung unser Direktor von dem technischen und dem Sicherheitsdenken der Europäer und der Mongolen.
Er meinte, daß dieses Verhalten hier bei Weitem nicht so ausgeprägt sei wie in Europa, speziell bei Kindern sei das zu beachten. Die machen ständig ihre Umwelt unsicher, probieren alles aus und haben dabei vor kaum etwas Scheu. Natürliche oder anerzogene Hemmschwellen gibt es viel weniger, das kenne ich aus eigenem Erleben. Wir müssen uns halt beim Bauen darauf einstellen, meint er.

Wie zur Bestätigung zeigte mir danach unser Dolmetscher ein Bild bei Facebook über "spielende" Kinder, aufgenommen irgendwann dieses Jahr:
 
Mir fuhr der Schreck gehörig in die Glieder, denn so sieht der Blick aus meinem Fenster aus:

Der Ort des Geschehens also mir schräg gegenüber, im 9. Stock, rund 40 Meter über Grund.
Beide im Kinder im Vorschulalter, auf einem unglaublich schmalen Fenstersims balancierend......da müssen sehr viele Engel über ihnen geflogen sein ....
 

Montag, 17. September 2012

Link-Ergänzung

Im letzten Herbst lernte ich beim monatlichen Stammtisch der Mongolisch-Deutschen Brücke einen Deutschen kennen, Denis Katzer.
Wir unterhielten uns bis spät in die Nacht und ich fand seine Ideen und Projekte einfach toll.
Was er sich aber mit seiner Frau antun wollte, das war so unglaublich, daß ich damals meinte: Naja, schaun wir mal.
Inzwischen kann ich vor den Beiden nur noch den Hut ziehen und verlinke deshalb bei meinen Mongolei-Favoriten.
Hier gehts zu Denis Katzer und seinen Abenteuern

Falls ich demnächst nicht mehr schreibe ....

....dann ist eventuell die neue Nachrichtenlage schuld......
Gerade wurde nämlich in den Abendnachrichten von einer internationalen Konferenz von Seismologen in Ulaanbaatar berichtet.
Dort wurde nun verkündet, daß man in der Erdrinde neue tektonische Spalten ringsum gefunden habe und nun das Risiko eines großen Erdbebens noch größer wäre. Man spricht von Stufe 9 ........

Fakt ist, daß es in der Mongolei jährlich rund 500 größere und kleinere Erdstöße gibt, die meisten aber in dünn besiedelten Regionen.
Die Hauptstadt wurde bisher nicht betroffen, zum Glück.
Jedenfalls sind die Statiken der Neubauten auf Erdbeben berechnet und man baut ziemlich material-intensiv.
Vielleicht ist die Konferenz aber auch der geeignete Moment, die Menschen psychologisch vom Kauf einer Wohnung abzuhalten, welche qualitativ minderwertig und/oder ohne Baugenehmigung errichtet wurden.
Aktuell soll es derzeit 79 Schwarzbauten in der Stadt geben, gegen die der neue Bürgermeister radikal vorgehen will.

Naja, ich hoffe, daß meine Wohnung im 9. Stock halbwegs sicher ist und es demnächst nicht gar so heftig wackelt.
Und wenn doch: Ihr wißt dann, was los ist, falls ich nicht mehr schreibe ......;-)

Samstag, 15. September 2012

Link-Ergänzung

Ich habe da mal bei "Meine Link-Favoriten" einen neuen eingestellt (hätte ich eigentlich schon viel eher tun sollen) von zwei Menschen, die einen uralten Lkw ausgebaut haben zum Haus auf Rädern, und damit beinahe in der Mongolei und bei mir in UB gelandet wären ....
Schade, aber kann ja noch werden.
Jedenfalls haben sie tolle Reisebeschreibungen in einem flotten Schreibstil mit super Fotos auf ihrer Homepage. Einfach oben weiter links klicken und da kann man dann zu Sylvia und Eckhart wechseln. 

Samstag, 8. September 2012

Deutschland ....über all auf der Welt ...

 
 
 
Stehe ich also so am Fenster meines Baucontainers rum und schaue in die Augen und auf das T-Shirt eines fröhlichen Mongolen.
 
 
"Alles Scheiße- ohne Dope" lautet der sinnfreie Spruch.........
Er hat in Stuttgart gelebt und auf dem Bau Trockenbau-Arbeiten gemacht, arbeitet seit heute bei einem der Subunternehmer. Der kommt mir gerade recht.

Das "Spielzeug" für nächstes Jahr hat auch schon von der Papierform her Konturen angenommen. Und zwar in Form eines Modells auf der Baumesse :

Nix Gerades, Supermarkt im Keller, Schwimmbad im 3. Stock, grüne Dachterrassen, eine echte Herausforderung.
Die Baugrube und die Bodenplatte schaffen wir noch, bis der erste Schnee kommt.
Aber der kommt bald, also heißt es klotzen.

Sonntag, 2. September 2012

Selbstverständliche Ehrlichkeit ?

Da hatte nun diese Woche mein Diktiergerät nach 15 Jahren seinen Geist aufgegeben, lange genug hat es ja durchgehalten auf all den Baustellen.
Außerdem, wer arbeitet heutzutage im digitalen Zeitalter auch noch mit diesen kleinen Kassetten.

Also nichts wie hin in die Elektroläden und nach ein wenig Vergleich der Angebote entschied ich mich:
"Olympus" mit 832 Stunden Aufnahmezeit und allerlei Einstellungs-Möglichkeiten bis hin zur Speicherung im PC.
Rund 90 Euronen umgerechnet, aber was sein muß, das muß halt sein für die Arbeit. 
Das war am Mittwoch, und am Donnerstag stellte ich den Winzling bei der Bauberatung stolz wie Oskar auf den Tisch und nahm zwei Stunden Gespräche auf. Denn dazu wollte ich ja ein Protokoll für die 20 Teilnehmer schreiben.

Freitag früh auf Arbeit suche ich das Ding, und siehe da: WEG, nicht zu finden!!!
Nirgends, nicht in der Tasche, nicht im Auto. Aha: Kann ja zu Hause liegen, abends rausgefallen aus der Tasche oder so.
Abends dann der Schock:
Auch nix, das Ding bleibt verschwunden. Meine Laune war ziemlich mies.
Am Sonnabend hatte ich mich schon mit Geld für ein Neues versehen, denn ohne so ein Ding ist halt schlecht arbeiten.
Mein Dolmetscher, der bemerkte meine Verdrossenheit und wir gingen noch mal alle Abläufe seit Donnerstag Mittag durch.

Da waren wir nämlich wegen ständigen Terminen und Besprechungen geschlagene zwei Stunden nach der Mittagszeit irgendwann im Stadtzentrum so hungrig, daß wir ein Restaurant suchten.
Und das Erste war uns schlicht zu teuer, wir bekamen vom Kellner die Speisekarte und gingen dann nach zwei Minuten und der Einsicht, daß man sich billiger sättigen könnte.
Im nächsten Restaurant blieben wir und aßen.

Also meinte mein Dolmetscher nun, man könnte ja sicherheitshalber noch mal dort fragen, wo wir waren, ob vielleicht .....
Nun ja, die Hoffnung war gering, macht man doch in dem Land aus jeder Möglichkeit, zu Geld zu kommen, das Beste.
Und so ein Gerät läßt sich ja auf jeden Fall verkaufen. Es bringt mindestens die Hälfte des Verkaufspreises, also zirka 3 Tageslöhne eines normalen Arbeiters.

In der Gaststätte, wo wir aßen, die Auskunft:
"Keine Ahnung, wir heben zwar auf, was liegenblieb, aber hier ist nichts."

Also letzter Versuch gegenüber,wo wir nach Besichtigung der Preise das Lokal beinahe fluchtartig verlassen hatten:
Ein junger Kellner sagt auf die Frage, ob es denn so eine Fundsache gäbe: "Ja, klar, da vorne am Ecktisch. lag es. Hier ist es."
Klar, Stein vom Herzen gefallen, Aufzeichnung der Gespräche gerettet, Kosten für neues Gerät gespart.


Aber viel wichtiger für mich:
Der Glaube an das Gute im Menschen wurde mal wieder (glücklicherweise) bestätigt.
Der junge symphatische Kellner hat seinen Finderlohn gekriegt, mehr als z.B. in Deutschland üblich ist. Für ihn wahrscheinlich auch eine schöne Überraschung, er strahlte jedenfalls.

Und wer mal in Ulaanbaatar essen gehen will, hinter dieser Fassade:


ist zwar nicht die billigste, aber auch nicht die schlechteste Adresse der Stadt.





 




Dienstag, 28. August 2012

Beinahe Verkehrt verkehrt

Beinahe wären wir heute früh mit dem Privatauto zur Baustelle gefahren, aber zum Glück fiel uns ein, daß Dienstag ist und das Auto die "2" am Ende der Nummer hat. Jetzt gibt es nämlich einen Stadtplan von Ulaanbaatar, der sieht so aus:   >>> Hier Klicken, da das Hochladen mal wieder nicht funktioniert <<<
Der gilt seit gestern und zeigt an, wo der Verkehr limitiert ist.
Denn an den fünf "normalen" Wochentagen sind täglich zwei Endziffern der Autonummern vom Verkehr ausgeschlossen.
Das bedeutet 15% weniger Verkehr und ist eine echte Entlastung, auch der Park-Katastrophe in der Innenstadt.
Und so stehen nun 150 neue Verkehrsregler neben den Heerscharen von Polizisten an den gelben Trassen und winken jeden raus, der die falsche Nummer dran hat.
Außerdem werden zu den vorhandenen zwei städtischen Abschlepp-Lkws noch 12 weitere aus Japan importiert und dann beginnen europäische Verhältnisse in der Steppen-Hauptstadt.

Was die Chinesen meinen .........

.............zur Lage in der Mongolei, und mit Fotos illustrieren, das sieht man >>> ab HIER in 12 Bildern <<<
Der Text unter dem letzten Bild der Serie läßt mich hoffen......

Samstag, 25. August 2012

Glanz und Elend

Der Tourist, welcher die Mongolei besucht, sieht meist blauen Himmel, endlose Steppe, grandiose Landschaften und Seen,

wer aber genauer hinschaut, sieht sowas :
>> "Errungenschaften" der Neuzeit<<
Solche Bilder selber zu knipsen, schaffe ich nicht, wenn menschliches Elend zu sehen ist.

Freitag, 24. August 2012

Nach der Wahl

Nun sind die Posten in der neuen Regierung verteilt, der Mann auf dem Foto gehört auch dazu:
Aber was tut der ?
Und was tun die da rundum ?


 Editiert:
Jetzt geht das wieder mit dem Einfügen von Bildern, ich war schon am verzweifeln .....


Freitag, 3. August 2012

Ja, wo laufen sie denn ????

Es gibt diesen Sketch von Loriot zum Pferderennen, und der "Stern" setzt einen drauf:

Kinder galoppieren bei Pferderennen um die Wette 

>>> HIER zu bewundern <<< 

Die Betonung liegt für mich auf "Kinder galoppieren"......
Ich dachte immer, es wären die Pferde, welche das tun ...

Der Rest des Artikels ist schnell als miserabel recherchiert beschrieben:
Es sind nicht "600 Kinder" zu "einem Wettrennen", sondern tausende bei vielen Rennen rund um den 11.Juli, genannt "Naadam".
Und es sind nicht 10 Kilometer, sondern 20-30 km, die sie zunächst gemächlich bis zur Startlinie zurücklegen, um dann im wilden Ritt zum Ziel zurückzureiten.
Aber sonst ist "fast" alles richtig ..   :-)

Donnerstag, 2. August 2012

Olympia-Schmunzel-Bilder

Tja, das fand ich heute im mongolischen Internet:
>>>> sportliche Konzentration <<<<
Viel Spaß !   ;-)

Montag, 30. Juli 2012

Versteinertes Leben

Die Mongolei ist ja berühmt für ihre Fundstätten von allerlei Dinosauriern, deren Eiern usw.
Auch auf meiner Baustelle habe ich heute früh eine solche Versteinerung gefunden:

Eine versteinerte Wasserwaage.
Ich wußte gar nicht, daß es Wasserwaagen schon soooo lange  gibt auf dieser Erde .........
Und ganz im Ernst:
Falls ich der Chef dieses Waagen-Benutzers wäre, dem würde ich den Marsch blasen, bis sich sein Gesicht versteinert....... Aber so ist es ja nur einer vom Subunternehmer-Personal.
Leider sieht es in einigen Bereichen der Baustelle ebenso aus, wenn man sich mal ein paar Stunden nicht blicken läßt.



Donnerstag, 26. Juli 2012

Freude am Morgen

Da schaue ich mir meist morgens auf der mongolischen Seite http://www.caak.mn an, was es so an neuen Fotos aus der Mongolei gibt, und heute fand ich das:
Da fängt der Tag doch gleich ganz anders an, oder ????? 
Guten Morgen !

Sonntag, 22. Juli 2012

Batman, Google und das Schießkino

"Attacke auf Google wird für Microsoft teuer

Der Suchmaschinen-Riese macht einen Milliardengewinn, Microsoft hingegen Verluste. Schuld sind Misserfolge bei der Online-Werbung."
So lese ich heute in den Google-News eine Schlagzeile und mache mit dem Anklicken deren Taschen wieder ein wenig voller.
Sie machen Milliardengewinne, aber scheinbar um jeden Preis.

Ob es nicht möglich wäre, einen "Anständigkeits- oder Ethik-Filter" in die automatischen Werbeschaltungs-Programme einzubauen ???
Gäbe es sowas, wäre zumindest diese Internet-Seite des "Focus" zum Massaker während der Batman-Premiere nie so zu lesen gewesen, wie heute:

Hoffentlich bleibt solch ein Anblick den Angehörigen der Opfer erspart..........
Das hat zwar nix mit der Mongolei zu tun, berührt mich aber so, daß ich es auf diese Weise zumindest loswerden wollte.

Freitag, 20. Juli 2012

Meine clevere Hinhaltetaktik

Nachdem ich nun Einiges versprochen habe, was  Naadam usw. betrifft, schiebe ich mal einen "Ausrede-Post" rein, bis ich die Ausbeute an Fotos und Fakten verarbeitet habe:

Auf dem Jubiläums-Fest meines Arbeitgebers waren nämlich so ziemlich alle zum Konzert eingeladen, die in der aktuellen mongolischen Musikszene Rang und Namen haben.
Darunter waren auch drei reizende Damen, die auf traditionellen Instrumenten eine recht moderne Musik spielen und dabei auch noch ausgesprochen attraktiv anzuschauen sind.
Eigentlich schade, daß sowas außerhalb der Landesgrenzen gar nicht vorkommt im internationalen Showbusiness.
Und noch eine Bemerkung: Der Regisseur gehört ausgepeitscht, der solche Zehntel-Sekunden-Schnitte in einem Video macht, wahrscheinlich, um die Mädels bloß nicht näher betrachten zu können.
Zum Glück konnte ich das life und ganz nah, und ich muß sagen:
Eine Augenweide. :-)

Hier noch ein anderes Video:
 http://youtu.be/oIal3Izdtqo

Mittwoch, 18. Juli 2012

Weltrekord auf mongolisch

Nun hat die Mongolei einen Weltrekord von 1968 gebrochen.......

1086,8 Hektopascal in der Mongolei

Neuer Luftdruck-Weltrekord

Aktuell werden weite Teile Osteuropas, Russlands sowie der Mongolei von einem gewaltigen Winterhoch bedeckt (der Wetterspiegel berichtete), in dessen Kerngebiet der auf den Meeresspiegel reduzierte Luftdruck häufig über 1060 hpa betrug. Im zentralen Bereich des Hochs wurde nun in der letzten Nacht ein neuer Luftdruck-Weltrekord erreicht. Nach Meldungen des Deutschen Wetterdienstes wurden an einer Station in der Mongolei ein Wert von 1086,8 hpa gemessen.
Der bisherige Druck-Höchstwert lag bei 1083,6 hpa und wurde am 31. Dezember 1968 registriert. Der neue Wert ist also deutlich höher, auf einem "handelsüblichen" Barometer, dessen Anzeige meist nicht über 1050 hpa reicht, wären solche Werte also überhaupt nicht ablesbar.
 So ist es --->HIER <--- zulesen.
Mein lieber Scholli, da brauche ich mich über meinen Schei....-Schlaf letzte Nacht nicht zu wundern.....
Morgen soll es heftige Niederschläge geben, die Temperaturen purzeln dann mal wieder kräftig.
Mongolisches Wetter-Roulett eben. Man muß sich dran gewöhnen......


Dienstag, 17. Juli 2012

Zuzug aus Prag

Da ich einige Jahre in Prag lebte, gab es dort viele Kontakte zu Mongolen sowie zu Tschechen, die auf verschiedenste Weise mit der Mongolei verbunden sind.
Letztes Jahr traf ich in einem Restaurant den langjährigen Freund Dr. Šimá, Mongoloist und früherer Botschafter der CSSR in der Mongolei.
Er begleitete den Projektleiter des Prager Zoos für die Przewalski-Pferde.
Die werden weltweit nachgezüchtet und dann in ihrer ursprünglichen Heimat ausgewildert.
Jetzt ist es wieder soweit, es kommen neue Pferde aus Prag an. Mal sehen, ob ich meine Bekannten wiedersehe.
Die "Welt" und andere Medien berichten darüber: ---> z.B. HIER <---  
Spannend.........

Montag, 16. Juli 2012

Na dann nach Naadam......

So, für die Mitleser:
Die Baustelle mußte bis letzten Dienstag tipptopp sein, also hieß es rangeklotzt.
Weil nämlich dann spätestens zum Feierabend der jährliche nationale Ausnahmezustand ausbrach, "NAADAM" genannt.
Was es damit auf sich hat, kann man ---> HIER bei Wikipedia sehr schön nachlesen <---
Was dort nicht geschrieben steht ist, daß man diese Tage in der Regel bis zum darauf folgenden Wochenende für allerlei betriebliche, familiäre und andere Aktivitäten nutzt. Die Hauptstädter fahren dann raus zur Verwandtschaft aufs Land oder irgendwie sonst zur Erholung. Das öffentliche Leben ruht dann erst mal komplett.  
Und da mein Arbeitgeber gleichzeitig sein 20-jähriges Bestehen beging, nahm die Feierei gar kein Ende.
Dazu dann später mehr, jetzt wird erstmal wieder der Arbeitsbeginn am ersten Arbeitstag nach Naadam organisiert.

Dienstag, 3. Juli 2012

Wahl-Nachlese

Frau Bormann bringt wie immer kurz und sachlich alles auf den Punkt, was man wissen muß.
Ich habe mir erlaubt, ihre Zusammenfassung, die man unter "News" HIER bei Mongolei.de lesen kann, hierher zu kopieren:

Renate Bormann, Ulaanbaatar

Die Mongolen haben gewählt
Das politische Leben in der Mongolei stand in den letzten Wochen, ja Monaten ganz im Zeichen der Wahlen zur Großen Staatsversammlung und zur Stadtverordnetenversammlung Ulaanbaatars am 28. Juni.
Fast beschwörend hatte sich die Vertreter der Parteien und Staatsoberhaupt Tsakhiagiin Elbegdorj an ihre Landsleute gewandt, am 28. Juni in die Wahllokale zu gehen, von ihrem demokratischen Recht, ihre Volksvertreter zu bestimmen, Gebrauch zu machen.
Von den 1,8 Wahlberechtigten folgten nur 65,24 Prozent diesem Aufruf, 66,8 Prozent in den Aimags und 63,24 Prozent in Ulaanbaatar. 2008 waren es landesweit 75 Prozent.
Am Wahltag, von der Regierung zum Feiertag deklariert, war der Ausschank von Alkohol mit Ausnahme von Bier, verboten. (Hervorhebung von mir, darauf komme ich noch mal zurück. Frank)
Kurz nach 21.00 Uhr veröffentlichte die Zentrale Wahlkommission die Zahlen zur Wahlbeteiligung in den 26 Wahlkreisen, 20 in den Aimags und sechs in Ulaanbaatar.
Informationen über vorläufige Ergebnisse musste sie schuldig bleiben: Zu 400 Wahllokalen gäbe es keine Verbindung. Stromausfälle ließen weder Mobile- noch Internetverbindungen zu. Deshalb könnten noch keine Ergebnisse geliefert werden.
Laut Gesetz müsste nach 15 Tagen das offizielle Wahlergebnis verkündet werden, erklärte der Vorsitzende der ZWK.
Die Medienvertreter zeigten sich höchst verwundert, hatten sie doch schneller Ergebnisse erwartet, da moderne Zählmaschinen aus den USA erstmals in der Mongolei zum Einsatz kamen. Allerdings funktionierten die nicht überall einwandfrei. In einem Wahllokal in der Hauptstadt verweigerte sie bereits nach einer halben Stunde nach Öffnung der Wahllokale den Dienst.
Die für 20.00 Uhr angekündigte Auszählung der Stimmen der Auslandsmongolen im Beisein der Journalisten ist verschoben worden.
Ansonsten verlief der Tag überall friedlich und störungsfrei. Dafür gesorgt hatten ohne Zweifel auch die Sicherheitskräfte, die vor den Wahllokalen postiert waren.
Ärger bereiteten allerdings Wähler, die noch nach 20.00 Uhr ihre Stimme abgeben wollten. Einige ließen ihren Zorn an den Wahlhelfern aus, einige wollten gewaltsam in die geschlossenen Wahllokale eindringen. „20 Minuten nach 20.00 Uhr, das kann doch kein Grund sein, mir mein Wahlrecht streitig zu machen".
Die Parteien, vornehmlich die DP und MVP, haben erste Ergebnisse ihrer Kandidaten verkündet. So sollen mindestens 26 Mandate in den Aimags an die MVP gegangen sein, fünf Prozent der Stimmen müssten von Hand ausgezählt werden und könnten das Ergebnis noch verändern, von den 14 Hauptstadtmandaten hätten elf DP-Kandidaten gewonnen, verkündete der DP-Wahlkampfleiter am späten Abend. Auch in der Stadtverordnetenversammlung habe die DP die Mehrheit errungen.
Festzustellen bleibt, die Stimmung bei der DP ist gegenwärtig wesentlich entspannter als bei der MVP.
Insgesamt stellten sich 544 Kandidaten (elf Parteien, zwei Wahlbündnisse und 40 unabhängige) dem Votum der Wähler, davon 354 in den 26 Wahlkreisen direkt und 190 über die Parteienlisten.

 Was ich so aus dem Umfeld an Meinungen höre, gibt es die Hoffnung, daß die Demokratische Partei ein paar mehr und bessere Entscheidungen zum Wohle des Landes und vor Allem der Menschen trifft.
Die MVP hat da wohl zuviel versäumt in den letzten Jahren.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Deutsches Frühstücksfernsehen in der Mongolei

Da schaue ich so beim Frühstück die "Deutsche Welle" und was sehe ich ?
Die Mongolei, die Hauptstadt, sogar bekannte Gesichter !!  Toll !!
Unter dem Link: Mongolei - klimaeffizientes Bauen wird stolz berichtet, was die deutsche GIZ so alles leistet für die in vielen Bereichen kollabierende Hauptstadt.

Interessant finde ich aber, daß auf der Homepage dieser deutschen Regierungs-Einrichtung für Entwicklungshilfe ---> Genau HIER <--- zu lesen ist, daß das Projekt "integrierte Stadtentwicklung" ausläuft.
Und genau das erzählte mir beim Stammtisch zu vorgerückter Stunde auch Einer aus der GIZ.
Das verstehe, wer will...........

Dienstag, 26. Juni 2012

Die Wahl der Qual


Ab Donnerstag wird es vorbei sein. Man geht wählen, es ist sogar ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag, dieser Wahltag. Dann kehrt endlich wieder Ruhe ein nach dem wochenlangen Wahlkampf.
Man wird auf Schritt und Tritt bombardiert, akustisch:


oder optisch mit Unmengen verschiedenster Wahlplakate. Dazu springen diverse einheitlich uniformierte Gruppen fähnchenschwingend durch die Stadt und skandieren irgendwelche Sprüche.
Manche Parteien scheinen nicht gerade populär zu sein, die Besatzung des fahrenden Großbildschirms hatte seine chinesischen Plastik-Hocker wohl vergeblich aufgestellt.

Kaum hat man die eigenen vierWände erreicht und glaubt, dem Wahlkampf entronnen zu sein, geht der Terror weiter.
Nicht etwa nur im Fernsehen, wo so ziemlich jede Gruppierung ihre eigenen Sender unterhält und kräftig nutzt:
Nein, es klingelt oder klopft ziemlich regelmäßig an der Türe und zu den unmöglichsten Tages- und Spätabend-Zeiten wird versucht, Wahlkampfbroschüren persönlich an den Mann zu bringen.
Selbst diese Nervensägen kann man ja einfach ignorieren und die Türe verschlossen halten.
Aber die Kandidaten schleichen sich auf ganz anderen Wegen trotzdem ein:
Täglich trudeln SMS auf dem Handy ein, mit denen vom Staatspräsidenten über den Oberbürgermeister der Hauptstadt bis hin zum letzten parlamentarischen Hinterbänkler jeder versucht, sein Wahlvolk zu erreichen.
Komisch nur, daß sogar die Ausländer als Zielgruppe gelten, da haben die Netzbetreiber wohl schlechte Siebungen gemacht .....
Aber es ist ja bald vorbei, ab Donnerstag.
Dann regiert entweder eine andere, neue Gruppierung und macht alles besser, oder die jetzige bleibt an der Macht und macht alles besser, was sie in der letzten Wahlperiode schlecht gemacht haben ......Also es kann nur aufwärts gehen ...............  
 

Freitag, 22. Juni 2012

Wer kennt Mühlenweg ?

Der Name hat einen besonderen Bezug zur Mongolei, wie man --> Hier bei Wikipedia <-- nachlesen kann.
Die morgige Eröffnung eines Museums für ihn wird --> HIER im Südkurier <-- beschrieben.
Ich finde das Zitat von ihm klasse:
Wer nach Zentralasien geht, muss die gewohnten Maßstäbe ablegen. Er sollte das Land betreten wie am ersten Schöpfungstag, als ob er keine Erfahrungen habe, die Menschen nicht kenne, und nicht einmal die Natur. Das Umlernen im Denken erfordert nicht nur Anpassungsfähigkeit. Dazu ist die Bereitschaft des Herzens notwendig.

Wie wahr .....heute heißt sowas in Neusprech:          Entschleunigung. 

Freitag, 15. Juni 2012

Mongolisches Fußball-Fieber

Der "Süddeutschen Zeitung" war das Thema wichtig genug, um eine ganz besondere Beziehung der Mongolen zum Fußball, und insbesondere dem der Deutschen zu beleuchten:
---> Fußballfieber in der Mongolei <---
Bis auf die Verwendung des Wortes "Kneipen" finde ich den Beitrag gut und die Leute nett beschrieben.
Denn die Lokale mit der entsprechenden Genehmigung sind schon was Besonderes und gehören zur gehobeneren Gastronomie.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Nacht-Ruhe

Gestern hatte mein niederländischer Kollege Geburtstag.
Die Frotzeleien wegen der EM dauerten schon Tage, weil er sich als Geburtstagsgeschenk einen Sieg der Oranjes wünschte.
Mal sehen, was er heute zu dem Foto aus den Weiten des Internets sagen wird ........

Die mongolische Regierung hat übrigens Ausnahme-Regelung für die EM-Zeit getroffen, was den Ausschank von Alkohol nach Mitternacht angeht.
Denn der ist eigentlich verboten.
Da wir 6 Stunden der deutschen Sommerzeit voraus sind, kann man sich ja ausrechnen, wann hier nach dem Abpfiff "Schicht im Schacht" ist .... für mich jedenfalls nicht, dafür ist mir die Sache zu unwichtig.

Mittwoch, 13. Juni 2012

My kingdom for a horse!

Das soll ja bekanntlich laut Shakespeare der dritte König Richard gerufen haben.
Billiger gibt es die hierzulande, immerhin sind statistisch gesehen über 2 Millionen Pferde ausreichend genug, damit fast jeder Mongole des Landes Eines reiten  könnte ......

Ich dachte aber, mich tritt ein Solches, als ich an der Zufahrtsstraße zur Baustelle die geparkte Fahrzeugreihe sah und mittendrin: ES!

Freitag, 8. Juni 2012

Ein Lied von Karel Gott fiel mir ein,

und zwar "Einmal um die ganze Welt, und die Taschen voller Geld"..........als ich das folgende Foto aufnahm:



So sieht das z.B. aus, wenn ein Subunternehmer für seine Leistung Barzahlung vereinbart hat.
Es ist schon ein blödes Gefühl, mit geschätzt drei Kilogramm Geld in der Einkaufstüte aus der Bank zu kommen und das bis zur Baustelle zu bringen .......
Schätzfrage: Wieviel liegt da rum ? ;-)



Dienstag, 5. Juni 2012

Mongol Rally -Schrottplatz für Europa

Bald ist es wieder soweit:
Die "Mongol Rally 2012" beginnt. Und damit ein zunehmendes Ärgernis. Denn:

Donnerstag, 31. Mai 2012

Gequirlter Sch... Journalismus

Da bringt mir doch heute mein Google-Nachrichtendienst zur Mongolei einen Verweis ---> Auf diesen Link hier <---

Und welcher Käse ist da neben den fachlichen Aussagen zu lesen ?

Dienstag, 29. Mai 2012

Meine neue "Spielwiese"


Heute mal ein Panorama eines Teils meines derzeitigen Wirkungsfeldes:


Vier Häuser eines neuen Wohngebietes samt Straßen, zwei Seen und ein paar Sportplätzen.
Wenn mal Alles fertig ist, soll es mal so aussehen:

Montag, 28. Mai 2012

Als Ergänzung zu "James Bond"


.....fand ich den Trailer für einen Film mit ihm über die fliegende Augenklinik:

Vier Bonbons

Da sitzen wir nun am Pfingstmontag zu dritt im Baustellen-Container an unseren Schreibtischen, als die Türe aufgeht und ein junger Ingenieur reinkommt.
Er legt auf jeden unserer Tische diese vier Bonbons, murmelt was auf mongolisch und verschwindet wieder.
Des Rätsels Lösung:

Sonntag, 27. Mai 2012

Pfingstbrot und hohe Zirkuskunst

All meinen (anscheinend immer zahlreicher werdenden) Lesern wünsche ich ein erholsames Pfingstfest !

Daß dieses Fest hier nahezu unbekannt ist, ist ja der Tatsache geschuldet, daß es gerade mal 700 praktizierende Christen in der mongolischen Statistik gibt. ( Die Missionierer aus dem Ausland sind da anscheinend in der Überzahl, wenn man die Häuser mit dem Kreuz im Stadtbild mal zusammenzählt.
(Zu den beiden Schlagworten in der Überschrift komme ich gleich noch ....)

Freitag, 25. Mai 2012

Die Geister, die ich rief ....

Da haben wir nun eine neue Subunternehmer-Firma auf der Baustelle.
Eigentlich wollten sie heute mit einer neuen Arbeit anfangen. Das passierte aber nix. Und warum ?
Ein schlechter Tag, meinte der Chef, es gehe heute überhaupt nicht..........
Was war passiert ?

Dienstag, 22. Mai 2012

Die kälteste Hauptstadt der Welt .....

macht seit ein paar Tagen ihrem Namen mal wieder alle Ehre.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit:


Das Thermometer zeigt um 08:30 Uhr 1,5 Grad,  immerhin plus !

Samstag, 19. Mai 2012

James Bond und die Mongolei

Ich muß noch heute noch was nachliefern,
weil das für mich wirklich bewegend ist:
Sein Einsatz für die ---> Klick Mission Augenlicht <--- ist wirklich eine tolle Sache:
Hut ab, Mr. James Bond alias Daniel Craig !!!

Ach übrigens: Das Elend und die Nerven:

Eine deutsche, international operierende Firma, hat sich heute mal "meinen" Dolmetscher ausgeliehen ....der angereiste Vertreter des Unternehmens hat nämlich ein Problem.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Männertag, Himmelfahrt und sonstnochwas

Heute war ja Feiertag in old Germany.
Hier kriegt das niemand mit, vielleicht die Botschaft.......
Jedenfalls hat mir mein Dolmetscher heute sofort gratuliert, als ich ihm das erzählte.
Kein Wunder, er wurde ja in Chemnitz sozialisiert, kennt also die deutschen Sitten und Gebräuche recht gut.
 
Ich war auf der Messe http://www.future-mongolia.com/ , um mal etwas Kontaktpflege zu treiben.
Interessant, wie sich die Sicht auf die Mongolei je nach Herkunft darstellt bei den deutschen Firmenvertretern.
Von "völlig überrascht vom Verhalten zu Deutschland" bis zu " haben wir doch schon immer gehabt, die guten Beziehungen" reicht das Spektrum.
Man rätsele nun, von welchen Vertretern welche dieser beiden Aussagen kommen...............

Jedenfalls ist hier Goldgräberstimmung ala Jack Londons Klondike-Erzählungen, und das ist gut so.
Mal ganz egoistisch betrachtet, denn ich profitiere davon.
Was jedoch die Deutschen in den vergangenen 22 Jahren hier verpaßt haben, davon erzähle ich, falls das jemanden interessiert.
 Präsentiert wurde auf der Messe auch dieses Teil:




Dem Vernehmen nach (Aussage der Verkäufer) kostet ein solches Fahrzeug rund 2.5 Millionen Euro.
Es wurden bereits fünf Stück in die Mongolei verkauft ...........nur kein Neid, bitte, ich habe keinen davon.....

Die haben nämlich vor rund zwei Jahren gekauft und für  "nur" rund 750 000  bis eine Million Euro was "Halbwegs Brauchbares" erhalten... (Aussage der heutigen Verkäufer).

Eventuell spenden die Besitzer dieser Karossen ja ab und zu ein paar hundert Dollar für die ach so notwendigen Kinderheime.....
Auf dem Heimweg von der Messe im Sportpalast am Flughafen fuhren wir in einen der immer häufiger werdenden Sandstürme hinein:


Tjaaaa, der Klimawandel findet nach Meinung mancher Gelehrter nicht statt, aber das, was hier abläuft, kennen die alten Mongolen so auch nicht .....


Sonntag, 13. Mai 2012

Der Lehrer als Autorität

Im zivilisierten Mitteleuropa,  in Deutschland wohl besonders, wird auf die Art der Erziehung der Kinder sehr konkret geachtet. Kein Klapps des Lehrers auf die Finger des Schülers bleibt unbemerkt und wird Kraft Gesetzes gesühnt.

Meine Frau war auch Lehrerin, aber in der Mongolei. Bis 1995 unterrichtete sie in Klassen von der Fünften bis zu Zehnten. Danach lebte sie in Prag.

Freitag, 11. Mai 2012

Heldenmut und Leichtsinn, Wetter

Der Arbeitsschutz ist ein übles Kapitel, nicht nur auf den Baustellen der Mongolei, aber hier ganz besonders.
Da werden gestern 6 Bauarbeiter beim Arbeiten an einem dieser Luxus-Häuser für Neureiche unter Betonmassen begraben, einer überlebt es nicht.

Dienstag, 8. Mai 2012

Was Koreaner, Chinesen und Mongolen betrifft......

.....Da zieht sich heute eine Meldung durch die deutschsprachigen Medien, die ein ziemliches "Geschmäckle" hat:
>> China exportiert Kapseln mit Menschenfleisch <<<

Montag, 7. Mai 2012

Manche sind Gleicher

Die blonde Ukrainer-Julia mit ihren echten oder  gespielten Problemen ist ja nun in aller Munde, besonders in denen der deutschen und EU- Politgrößen.
Da stolpere ich doch dieser Tage über die folgende Meldung aus meiner Wahlheimat:

Ergänzungen

Da ich auf den anderen Seiten des Blogs keine neuen Posts schreiben kann, stelle ich hier die Neuigkeiten von dort ein:
--->"Leib und Magen" enthält HIER einen neuen Verweis zum Essen<---
---> Und hier gibt es einen neuen "Link-Favoriten"

Samstag, 5. Mai 2012

Lohn der Angst

Die Überschrift fiel mir heute ein, als ich wie gewohnt in ein Privat-Auto stieg, welches als Taxi-Ersatz fungiert.
Zu diesem "ÖPNV-Ersatz" muß ich demnächst wohl auch noch Einiges erklären, versprochen

Warum nun gerade diese die Überschrift ?
Vielleicht kennt noch jemand den alten gleichnamigen Schwarz-Weiß-Film aus dem Jahre 1953, in dem ein paar Freiwillige eine Ladung Nitroglyzerin durch den Urwald zu einer Erdölbohrung bringen.
Solch eine ähnliche Story hörte ich heute von meinem Chauffeur.

Alle Wetter

Seit gestern steigen die Temperaturen unaufhaltsam.
Der Frühling fand in diesem Jahr quasi in der letzten Woche statt, nachdem es am 20. Mai noch schneite. Jetzt ist Hochsommer.
Heute sind es 28 Grad im Schatten, bei der Höhenlage hier sind das gefühlte 35 Grad.

Genau vor einem Jahr saß ich dagegen einen ganzen Tag in einem Hotel in Peking fest, da der Weiterflug nach Ulan Bator nicht stattfinden konnte.
Der hiesige Flughafen war damals durch Schneestürme komplett zugeweht, erst am Folgetag ging es weiter.
Das Kontinentalklima hat eben seine Eigenheiten.
Dazu gehört, daß es in diesem Jahr, ausgenommen ein paar Schneeflocken neulich, überhaupt noch keine Niederschläge gab.
Aber das geht demnächst los, zum großen Glück.
Dann werden endlich die Überbleibsel dessen, was aus der Eiskruste des letzten Winters zum Vorschein kam, weggespült, und man hat ein paar Tage Ruhe vor dem zementfeinen Stäuben, die der Wind regelmäßig durch die Straßen treibt.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Haushälter und Genügsamkeit

Da bin ich nun in ein neues Haus eingezogen.
Ganz toll, 10 Etagen, mit zwei Lifts und Tiefgaragen.
Die Wohnungen sind winzig, zwei Zimmer mit Kochnische und Bad haben 35 qm.
Aber ich bin mit meiner Frau genügsam. Man muß ja keine großen Säle besitzen. Was Kleines reicht ja auch.

Alte Beziehungen


Ach, übrigens, ich habe da wieder einmal eine Geschichte:
War ich doch letztlich zum Essen eingeladen, von der Freundin meiner Frau.
Sie Biologin, der Mann Oberst bei der Polizei.

Sonntag, 22. April 2012

Über die Nützlichkeit von Schlitzaugen

Seit gestern gehen die Temperaturen heftig nach oben, 18 bis 20 Grad mit einer starken Sonne sind in der Höhe von Ulaanbaatar recht gut zu ertragen.
Das Ganze hat aber einen Haken, und der heißt:
Wind.

Dienstag, 17. April 2012

Der Verkehr

Heute gegen 18:00 Uhr auf dem Weg zurück von der Arbeit. Eigentlich ist alles so wie immer:
Mein Freund und Übersetzer Tselmeg stellt sich wie immer mit seinem Auto an der selben Kreuzung geschätzte 20 Minuten an, um irgendwann als Linksabbieger auf die Magistrale einbiegen zu können.

Nur heute tänzelt auf der Kreuzung ein Polizist herum und fuchtelt mit seinem orangenen Stab.

Sonntag, 25. März 2012

Warum ich hier zu schreiben begann

Mongoleiverliebt ...... man kann das Land entweder lieben oder hassen, es gibt kaum Möglichkeiten dazwischen.
Für Manchen wären manche Umstände hier wahrscheinlich nicht auszuhalten, für Andere sind sie notwendige kleine Übel, die das große Ganze nur umso reizvoller machen.

Ich war mal in diversen Foren unterwegs und der Meinung, da könnte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse für eine größere Gemeinde von Interessenten niederschreiben.
Leider zeigte sich, daß der Versuch einer persönlichen Betrachtung von Land und Leuten sehr schnell durch völlig unbekannte Menschen als zu "politisch" einsortiert wurde.
Und das ist ja auch teilweise wahr, nicht zuletzt aus meiner Sozialisierung.
Aber es gibt Dinge in meiner Wahrnehmung, die sind weder mit einer materialistisch-sozialistischen Weltanschauung, noch mit den Prinzipien einer freiheitlich-sozialen Marktwirtschaft vereinbar. 
Ich erlaube mir also, sie zu benennen und meine Meinung zu sagen.
Ob die in jedem Falle mit der anderer Menschen übereinstimmt, soll kein Grund zum Streiten sein, sondern Basis für den Austausch von Argumenten und Gedanken.
Und schließlich erzeugt Reibung ja auch Wärme ....